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Gewürzpflanzen sind Pflanzen, deren Blätter, Samen, Früchte, Rinde, Rhizome oder andere Pflanzenteile wegen ihres Aromas verwendet werden. Zu ihnen gehören so unterschiedliche Pflanzen wie Basilikum, Koriander, Kardamom, Zimt, Ingwer und Kurkuma.
Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über bekannte Gewürzpflanzen, ihre verwendeten Pflanzenteile und ihre Einordnung. Die einzelnen Pflanzenprofile erklären Herkunft, botanische Merkmale, Aroma und typische Verwendung. Einen allgemeinen Einstieg in unsere Pflanzenwelt finden Sie unter Pflanzen.
Der Begriff Gewürzpflanze bezeichnet keine einheitliche botanische Pflanzengruppe. Entscheidend ist vielmehr die Verwendung: Bestimmte Teile einer Pflanze werden wegen ihres Duftes oder Geschmacks zum Würzen und Aromatisieren genutzt.
Deshalb können sehr unterschiedliche Pflanzen zu den Gewürzpflanzen gehören. Bei Basilikum und Thymian stehen vor allem die aromatischen Blätter im Mittelpunkt. Kardamom ist für seine Kapseln mit den darin liegenden Samen bekannt. Bei Ingwer und Kurkuma werden unterirdische Rhizome verwendet, während Zimt aus der Rinde bestimmter Zimtbäume gewonnen wird.
Eine Pflanze kann gleichzeitig mehreren Kategorien zugeordnet werden. Koriander ist beispielsweise sowohl ein Kraut als auch eine Gewürzpflanze. Ingwer und Kurkuma gehören zugleich zu den Pflanzen mit unterirdisch genutzten Pflanzenteilen. Diese Überschneidungen zeigen, wie vielfältig Pflanzen eingeordnet werden können.
Daneben lassen sich Pflanzen nach ihrer botanischen Verwandtschaft einordnen. Anis, Fenchel, Koriander und Kümmel gehören beispielsweise alle zur Familie der Doldenblütler. Obwohl sie botanisch verwandt sind, unterscheiden sie sich deutlich in Aroma und Verwendung.
Gewürze können aus sehr unterschiedlichen Pflanzenteilen entstehen. Zu den wichtigsten Gruppen gehören:
Damit unterscheiden sich Gewürzpflanzen nicht nur in ihrem Aroma, sondern auch darin, welcher Teil der Pflanze verwendet wird. Mehr über Blätter, Samen, Früchte, Wurzeln, Rhizome und weitere Pflanzenteile erfahren Sie unter Pflanzenteile.
Die Begriffe Kräuter und Gewürzpflanzen überschneiden sich. Bei Küchenkräutern stehen häufig Blätter und andere grüne Pflanzenteile im Mittelpunkt. Der Begriff Gewürzpflanze ist weiter gefasst, weil auch Samen, Früchte, Rinde oder Rhizome als Gewürz verwendet werden können.
Basilikum, Rosmarin, Salbei und Thymian können deshalb sowohl den Kräutern als auch den Gewürzpflanzen zugeordnet werden. Zimt ist dagegen ein gutes Beispiel für eine Gewürzpflanze, bei der Rinde verwendet wird. Ingwer und Kurkuma liefern wiederum aromatische Rhizome.
Die Kategorien schliessen sich also nicht gegenseitig aus. Sie betrachten Pflanzen lediglich aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Viele bekannte Gewürzpflanzen werden wegen ihrer Blätter genutzt. Dazu gehören beispielsweise Basilikum, Rosmarin, Thymian, Salbei und Minze. Je nach Pflanzenart können die Blätter frisch oder getrocknet verwendet werden.
Auch das thailändische Pfefferblatt gehört in diese Gruppe. Es zeigt, wie unterschiedlich das Aroma verschiedener Blattgewürze ausfallen kann.
Eine weitere grosse Gruppe bilden Gewürzpflanzen, bei denen Samen oder kleine trockene Früchte verwendet werden. Beispiele sind Anis, Fenchel, Kümmel, Koriander, Schwarzkümmel und Bockshornklee.
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden viele dieser Gewürze einfach als Samen bezeichnet. Botanisch kann es sich je nach Pflanze jedoch auch um Früchte oder andere Fruchtformen handeln. Besonders anschaulich ist dies bei Anis, Fenchel, Koriander und Kümmel: Diese Pflanzen gehören gemeinsam zu den Doldenblütlern, und bei ihnen stehen trockene Früchte im Mittelpunkt, die im Alltag häufig als Samen bezeichnet werden.
Die einzelnen Pflanzenprofile erklären diese Unterschiede genauer.
Kardamom besitzt eine besonders typische Form. Die aromatischen Samen befinden sich in kleinen Fruchtkapseln. Je nach Verwendung werden die ganzen Kapseln, die herausgelösten Samen oder gemahlener Kardamom eingesetzt.
Damit zeigt Kardamom besonders anschaulich, dass bei einem Gewürz mehrere Teile gemeinsam eine Rolle spielen können.
Ingwer und Kurkuma gehören ebenfalls zu den Gewürzpflanzen. Bei beiden wird ein unterirdischer Pflanzenteil verwendet, der botanisch als Rhizom bezeichnet wird.
Ein Rhizom ist keine Wurzel, sondern ein unterirdisch wachsender Spross. Weitere Beispiele und Erklärungen finden Sie unter Wurzeln, Rhizome und Knollen.
Zimt unterscheidet sich deutlich von Blatt-, Samen- und Rhizomgewürzen. Hier wird die Rinde bestimmter Zimtbäume verwendet.
Zimt ist deshalb ein gutes Beispiel dafür, wie unterschiedlich Gewürze pflanzlichen Ursprungs sein können. Nicht nur Blätter oder Samen, sondern auch Rinde kann einen typischen pflanzlichen Rohstoff für ein Gewürz bilden.
Gewürzpflanzen bilden unterschiedliche natürliche Stoffe, die ihren Duft, Geschmack und teilweise auch ihre Farbe prägen. Welche Stoffe vorkommen und wie deutlich sie wahrgenommen werden, hängt von der jeweiligen Pflanze und vom verwendeten Pflanzenteil ab.
Deshalb können Gewürzpflanzen sehr unterschiedlich wirken: frisch, würzig, süsslich, herb, scharf, warm oder intensiv aromatisch. Mehr über natürliche Pflanzenstoffe erfahren Sie unter Sekundäre Pflanzenstoffe.
Gewürzpflanzen können einzeln oder zusammen mit anderen pflanzlichen Zutaten verwendet werden. Dabei lassen sich Pflanzen mit ganz unterschiedlichen Pflanzenteilen kombinieren, beispielsweise Blätter, Samen, Früchte oder Rhizome.
Weitere Grundlagen zu solchen Kombinationen finden Sie im Bereich Kräutermischungen.
In der folgenden Übersicht finden Sie bekannte Gewürzpflanzen aus unterschiedlichen Pflanzengruppen. Wählen Sie eine Pflanze aus, um mehr über ihre Herkunft, den verwendeten Pflanzenteil, ihre botanische Einordnung, ihr Aroma und ihre typische Verwendung zu erfahren.
Eine Gewürzpflanze ist eine Pflanze, von der bestimmte Teile wegen ihres Aromas zum Würzen oder Aromatisieren verwendet werden.
Bekannte Beispiele sind Basilikum, Rosmarin, Thymian, Salbei, Anis, Fenchel, Koriander, Kümmel, Kardamom, Zimt, Ingwer und Kurkuma.
Je nach Pflanze können unter anderem Blätter, Samen, Früchte, Kapseln, Rinde oder Rhizome verwendet werden.
Die Gewürzpflanze ist die Pflanze, aus der der aromatische Rohstoff stammt. Als Gewürz wird meist der verwendete oder verarbeitete Pflanzenteil bezeichnet.
Viele Kräuter sind gleichzeitig Gewürzpflanzen. Basilikum, Rosmarin und Thymian sind typische Beispiele. Der Begriff Gewürzpflanze umfasst jedoch zusätzlich Pflanzen, bei denen beispielsweise Samen, Rinde oder Rhizome verwendet werden.
Bekannte Gewürzpflanzen aus der Familie der Doldenblütler sind unter anderem Anis, Fenchel, Koriander und Kümmel. Mehr über ihre botanische Verwandtschaft und die typischen doldenförmigen Blütenstände erfahren Sie auf der Seite Doldenblütler.
Ja. Bei Ingwer und Kurkuma werden die aromatischen Rhizome verwendet. Ein Rhizom ist ein unterirdischer Spross und keine Wurzel.
Bei Zimt wird die Rinde bestimmter Zimtbäume verwendet.
Bekannte Beispiele sind Koriander, Schwarzkümmel und Bockshornklee. Auch Anis, Fenchel und Kümmel werden im Alltag häufig als Samengewürze bezeichnet. Botanisch handelt es sich bei Anis, Fenchel, Koriander und Kümmel jedoch um trockene Früchte beziehungsweise Teilfrüchte.
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