Zimt – Herkunft, Arten, Rinde und Verwendung einfach erklärt
Zimt gehört zu den bekanntesten Gewürzen der Welt. Typisch sind sein warmer Duft, sein süsslich-würziger Geschmack und die Verwendung als Zimtstange oder gemahlenes Pulver. Gewonnen wird Zimt aus der getrockneten Innenrinde bestimmter Zimtbäume.
Auf dieser Seite erfahren Sie, was Zimt genau ist, woher er kommt, wie er gewonnen wird und worin sich Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt unterscheiden. Weitere Grundlagen zu pflanzlichen Zutaten finden Sie im Bereich Pflanzen sowie unter Pflanzenwissen.
Zimt ist ein Gewürz aus der getrockneten Innenrinde verschiedener Bäume der Gattung Cinnamomum. Besonders bekannt sind Ceylon-Zimt und verschiedene Cassia-Zimtarten. Zimt wird als Stange, geschnittene Rinde oder Pulver angeboten und für süsse sowie würzige Speisen verwendet.
Zimt im Überblick
| Bezeichnung | Zimt |
| Botanische Gattung | Cinnamomum |
| Pflanzenfamilie | Lorbeergewächse |
| Verwendeter Pflanzenteil | getrocknete Innenrinde |
| Bekannte Zimtarten | Ceylon-Zimt und verschiedene Cassia-Zimtarten |
| Herkunft | tropische und subtropische Regionen Asiens |
| Angebotsformen | Zimtstangen, geschnittene Rinde und Pulver |
| Typisches Aroma | warm, würzig, leicht süsslich und deutlich erkennbar |
Was ist Zimt?
Zimt ist die getrocknete Innenrinde bestimmter Bäume und Sträucher aus der Gattung Cinnamomum. Diese Pflanzen gehören zur Familie der Lorbeergewächse.
Im Alltag ist mit Zimt meistens nicht die ganze Pflanze gemeint, sondern die verarbeitete Rinde. Sie wird als Stange, in geschnittener Form oder als gemahlenes Pulver verwendet.
Zimt ist damit ein typisches Rindengewürz. Anders als bei vielen anderen Gewürzen stehen weder Samen noch Früchte, Blätter oder Wurzeln im Mittelpunkt.
Von welcher Pflanze stammt Zimt?
Zimt stammt von immergrünen Bäumen und Sträuchern. Die verschiedenen Zimtarten gehören alle zur Gattung Cinnamomum, unterscheiden sich aber in Herkunft, Rindenstruktur und Aroma.
Zu den bekanntesten Arten gehört der Ceylon-Zimtbaum mit dem botanischen Namen Cinnamomum verum. Daneben werden mehrere verwandte Arten als Cassia-Zimt genutzt.
Für die Gewinnung der Rinde werden die Pflanzen in den Anbaugebieten häufig regelmässig zurückgeschnitten. Dadurch entstehen neue Triebe, deren Rinde verarbeitet werden kann.
Welcher Pflanzenteil wird bei Zimt verwendet?
Bei Zimt wird die innere Rindenschicht junger Triebe oder Äste verwendet. Die äussere, gröbere Rinde wird bei der Verarbeitung entfernt.
Die dünnere Innenrinde enthält die natürlichen Aromastoffe, die für den typischen Duft und Geschmack von Zimt verantwortlich sind.
Damit zeigt Zimt besonders anschaulich, wie unterschiedlich pflanzliche Rohstoffe aufgebaut sein können. Weitere Informationen finden Sie unter Pflanzenteile einfach erklärt.
Wie wird Zimt gewonnen?
Für die Gewinnung von Zimt werden geeignete Triebe oder Äste des Zimtbaums geschnitten. Anschliessend wird die äussere Rindenschicht entfernt. Die darunterliegende Innenrinde wird vorsichtig vom Holz gelöst.
Beim Trocknen verliert die Rinde Feuchtigkeit und rollt sich ein. Dadurch entstehen die bekannten Zimtstangen. Je nach Zimtart können diese Stangen aus mehreren feinen Rindenschichten oder aus einer dickeren Schicht bestehen.
Ein Teil der getrockneten Rinde wird als Stange verkauft. Ein anderer Teil wird geschnitten oder zu Zimtpulver gemahlen.
Warum rollt sich Zimtrinde zusammen?
Die gelöste Innenrinde verändert beim Trocknen ihre Form. Da die Rindenschichten unterschiedlich schnell Feuchtigkeit verlieren und sich zusammenziehen, rollen sie sich nach innen.
Die Form der fertigen Stange hängt auch von der Zimtart und der Verarbeitung ab. Ceylon-Zimt besteht meist aus mehreren dünnen Schichten. Cassia-Zimt bildet oft eine dickere und festere Rolle.
Woher kommt Zimt?
Zimtbäume stammen aus tropischen und subtropischen Regionen Asiens. Je nach Art liegen wichtige Herkunfts- und Anbaugebiete unter anderem in Sri Lanka, Indien, China, Indonesien und Vietnam.
Ceylon-Zimt wird besonders mit Sri Lanka verbunden. Verschiedene Cassia-Zimtarten stammen unter anderem aus China, Indonesien und Vietnam.
Die Pflanzen benötigen warme Temperaturen und ausreichend Feuchtigkeit. Deshalb werden sie hauptsächlich in Regionen mit tropischem oder subtropischem Klima angebaut.
Welche Arten von Zimt gibt es?
Im Handel wird vor allem zwischen Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt unterschieden.
- Ceylon-Zimt: stammt von Cinnamomum verum. Er besitzt meist eine feine, vielschichtige Rinde und ein mildes, ausgewogenes Aroma.
- Cassia-Zimt: ist eine gebräuchliche Bezeichnung für mehrere verwandte Zimtarten. Die Rinde ist häufig dicker und das Aroma meist kräftiger.
Der Begriff Cassia-Zimt bezeichnet im Handel somit nicht immer nur eine einzige botanische Art. Dazu können unter anderem chinesischer, indonesischer oder vietnamesischer Zimt gehören.
Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt im Vergleich
| Merkmal | Ceylon-Zimt | Cassia-Zimt |
| Botanische Einordnung | Cinnamomum verum | mehrere verwandte Cinnamomum-Arten |
| Rindenstruktur | viele dünne und feine Schichten | meist eine oder wenige dickere Schichten |
| Zimtstange | fein, vielschichtig und eher brüchig | dick, hart und kompakt |
| Aroma | mild, fein und ausgewogen | kräftig, würzig und deutlich |
| Typische Herkunft | vor allem Sri Lanka | unter anderem China, Indonesien und Vietnam |
Woran erkennt man Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt?
Bei ganzen Zimtstangen ist der Unterschied meist gut sichtbar. Ceylon-Zimt erinnert im Querschnitt an eine fein gerollte Zigarre. Er besteht aus vielen dünnen Rindenschichten.
Cassia-Zimt besitzt häufig eine dickere, härtere Rinde. Die Stange besteht meist aus einer oder wenigen kräftigen Schichten und ist schwerer zu zerbrechen.
Bei gemahlenem Zimt lässt sich die Art allein anhand des Aussehens nur schwer zuverlässig bestimmen. In diesem Fall ist die Kennzeichnung auf der Verpackung entscheidend.
Wie schmeckt Zimt?
Zimt besitzt ein warmes, würziges und leicht süsslich wirkendes Aroma. Je nach Zimtart kann der Geschmack fein und mild oder deutlich kräftiger ausfallen.
Ceylon-Zimt wird meist als etwas weicher und ausgewogener beschrieben. Cassia-Zimt wirkt häufig intensiver und direkter.
Zimt selbst ist kein Zucker. Der typische Duft wird jedoch häufig mit süssen Speisen verbunden. Dadurch kann sein Aroma als süsslich wahrgenommen werden.
Warum riecht Zimt so typisch?
Die Innenrinde enthält natürliche aromatische Bestandteile und ätherisches Öl. Besonders prägend ist ein Stoff, der als Zimtaldehyd bezeichnet wird.
Diese natürlichen Aromastoffe sorgen für den bekannten warmen und würzigen Duft. Schon kleine Mengen Zimt können deshalb den Geruch und Geschmack einer Mischung deutlich beeinflussen.
Weitere Grundlagen zu natürlichen Pflanzenstoffen finden Sie unter Sekundäre Pflanzenstoffe.
Wie wird Zimt verwendet?
Zimt wird in vielen Lebensmitteln, Getränken und Gewürzmischungen eingesetzt. Typische Verwendungen sind:
- Backwaren und Desserts
- Milchreis und Getreidegerichte
- Fruchtzubereitungen und Kompott
- Tees und warme Getränke
- Gewürzmischungen
- Reis- und Gemüsegerichte
- würzige Speisen verschiedener Länderküchen
- pflanzliche Mischungen
Zimt ist nicht nur für süsse Speisen geeignet. In vielen Küchen wird er auch mit herzhaften und würzigen Zutaten kombiniert.
Zimtstange oder gemahlener Zimt?
Zimtstangen eignen sich besonders für Speisen und Getränke, in denen die Rinde eine gewisse Zeit mitziehen soll. Nach der Zubereitung kann die Stange wieder entfernt werden.
Gemahlener Zimt verteilt sich direkt im Lebensmittel. Er wird deshalb häufig für Backwaren, Desserts und Gewürzmischungen verwendet.
Geschnittene Zimtrinde liegt zwischen diesen beiden Formen. Sie wird beispielsweise in groben Tee- und Gewürzmischungen eingesetzt.
Wie sollte Zimt aufbewahrt werden?
Zimt sollte trocken, dunkel und gut verschlossen gelagert werden. Dadurch bleibt sein Aroma möglichst lange erhalten.
Ganze Zimtstangen bewahren ihren Duft meist länger als gemahlenes Pulver. Gemahlener Zimt besitzt eine grössere Oberfläche und verliert sein Aroma deshalb schneller.
Zimt in pflanzlichen Mischungen
Zimt wird in Mischungen eingesetzt, wenn ein warmer, würziger und deutlich aromatischer Charakter gewünscht ist. Er lässt sich mit Kräutern, Samen, Früchten und anderen Gewürzen kombinieren.
Schon eine kleine Menge kann den Gesamteindruck einer Mischung prägen. Deshalb wird Zimt häufig gezielt dosiert und mit milderen Bestandteilen abgestimmt.
Weitere Informationen zur Kombination verschiedener pflanzlicher Zutaten finden Sie auf der Seite Kräutermischungen.
Ist Zimt eine Pflanze oder ein Gewürz?
Beide Einordnungen haben einen richtigen Kern. Zimt stammt von einer Pflanze. Im Alltag bezeichnet das Wort jedoch meistens das Gewürz aus der getrockneten Innenrinde.
Der Zimtbaum ist die Pflanze. Die verarbeitete Rinde ist das Gewürz Zimt.
Wodurch unterscheidet sich Zimt von anderen Gewürzen?
Zimt unterscheidet sich besonders durch den verwendeten Pflanzenteil. Bei Anis, Fenchel und Kardamom stehen vor allem Samen im Mittelpunkt. Bei Koriander werden Blätter und Samen genutzt. Zimt wird dagegen aus Baumrinde gewonnen.
Auch sein warmes, leicht süsslich wirkendes Aroma ist sehr eigenständig. Weitere Gewürzprofile finden Sie unter Anis, Fenchel, Kardamom und Koriander.
Zimt in der MaiThai-Themenwelt
Zimt passt als Rindengewürz gut in eine Übersicht über Pflanzen, Pflanzenteile und natürliche Rohstoffe. Er zeigt, dass pflanzliche Zutaten nicht nur aus Blättern, Samen, Früchten oder Wurzeln bestehen können.
Weitere verständliche Übersichten finden Sie in den Bereichen Pflanzen, Pflanzenwissen und Pflanzenteile.
Fazit: Zimt einfach eingeordnet
Zimt ist ein Gewürz aus der getrockneten Innenrinde verschiedener Zimtbäume. Beim Trocknen rollt sich die Rinde zusammen und bildet die bekannten Zimtstangen.
Besonders verbreitet sind Ceylon-Zimt und verschiedene Cassia-Zimtarten. Sie unterscheiden sich vor allem in Rindenstruktur, Herkunft und Aromastärke. Gemeinsam ist ihnen der warme, würzige und leicht süsslich wirkende Charakter.
Häufige Fragen zu Zimt
Was ist Zimt genau?
Zimt ist die getrocknete Innenrinde verschiedener Bäume aus der Gattung Cinnamomum. Die Rinde wird als Stange, geschnitten oder gemahlen verwendet.
Woher kommt Zimt?
Zimt stammt aus tropischen und subtropischen Regionen Asiens. Wichtige Anbaugebiete liegen unter anderem in Sri Lanka, China, Indonesien, Indien und Vietnam.
Welcher Pflanzenteil wird für Zimt verwendet?
Für Zimt wird die innere Rindenschicht junger Triebe oder Äste genutzt.
Warum rollt sich Zimt zusammen?
Die gelöste Innenrinde verliert beim Trocknen Feuchtigkeit und zieht sich zusammen. Dadurch entsteht die typische gerollte Form.
Welche Zimtarten gibt es?
Besonders bekannt sind Ceylon-Zimt und verschiedene Cassia-Zimtarten.
Was ist der Unterschied zwischen Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt?
Ceylon-Zimt besteht meist aus vielen dünnen Rindenschichten und besitzt ein mildes Aroma. Cassia-Zimt ist häufig dicker, härter und kräftiger im Geschmack.
Ist Ceylon-Zimt echter Zimt?
Ceylon-Zimt wird häufig als echter Zimt bezeichnet. Sein botanischer Name lautet Cinnamomum verum.
Ist Cassia-Zimt ebenfalls Zimt?
Ja. Cassia-Zimt wird ebenfalls als Zimt verwendet. Der Begriff umfasst im Handel mehrere verwandte Arten der Gattung Cinnamomum.
Ist Zimt eine Rinde?
Ja. Das Gewürz Zimt besteht aus getrockneter Innenrinde.
Ist Zimt süss?
Zimt enthält nicht automatisch Zucker. Sein warmer Duft und seine häufige Verwendung in Süssspeisen lassen das Aroma jedoch leicht süsslich wirken.
Gibt es Zimt nur als Pulver?
Nein. Zimt wird als ganze Stange, als geschnittene Rinde und als gemahlenes Pulver angeboten.
Wie bewahrt man Zimt auf?
Zimt sollte trocken, dunkel und gut verschlossen gelagert werden. Ganze Stangen behalten ihr Aroma meist länger als gemahlener Zimt.
Kann Zimt auch für würzige Speisen verwendet werden?
Ja. Zimt wird in verschiedenen Länderküchen auch für Reisgerichte, Gemüsegerichte und würzige Gewürzmischungen verwendet.