Granatapfel – Pflanze, Frucht und Herkunft einfach erklärt
Der Granatapfel ist die Frucht der Pflanzenart Punica granatum aus der Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae). Typisch sind die feste Schale und die zahlreichen dicht angeordneten Samen mit ihrer saftigen roten bis rosafarbenen Aussenschicht.
Diese essbaren Bestandteile werden im Alltag meist als Granatapfelkerne bezeichnet. Botanisch handelt es sich um vollständige Samen mit einer fleischigen äusseren Samenschale. Dieser saftige äussere Bereich wird als Sarcotesta bezeichnet.
Auf dieser Seite erfahren Sie, wie die Granatapfelpflanze aussieht, woher sie stammt, wie ihre ungewöhnliche Frucht aufgebaut ist und was genau die roten „Kerne“ im Inneren sind. Weitere Profile finden Sie unter Pflanzen und Früchte.
Der Granatapfel ist die Frucht von Punica granatum, einem Strauch oder kleinen Baum. Im Inneren befinden sich zahlreiche Samen mit einer fleischigen und saftigen äusseren Samenschale. Diese wird als Sarcotesta bezeichnet. Die häufig verwendete Bezeichnung „Arille“ wird in neuerer botanischer Fachliteratur für den Granatapfel als unzutreffend eingeordnet.
Granatapfel im Überblick
| Deutscher Name | Granatapfel |
| Botanischer Name | Punica granatum L. |
| Gattung | Punica |
| Pflanzenfamilie | Weiderichgewächse (Lythraceae) |
| Wuchsform | Strauch oder kleiner Baum |
| Verwendeter Pflanzenteil | Frucht |
| Botanischer Fruchttyp | Balausta |
| Essbarer Bereich | Samen mit fleischiger, saftiger äusserer Samenschale |
| Natürliches Verbreitungsgebiet | Nordost-Türkei bis West- und Nordpakistan |
| Geschmack | fruchtig, süsslich bis säuerlich |
Was ist ein Granatapfel?
Der Granatapfel ist die Frucht der Pflanzenart Punica granatum. Sie gehört zur Gattung Punica innerhalb der Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae).
Die Frucht ist meist rundlich und besitzt eine feste, lederartige Schale. Im Inneren befinden sich zahlreiche dicht angeordnete Samen, die durch helle membranartige Trennschichten gegliedert werden.
Botanisch wird diese besondere Fruchtform als Balausta bezeichnet.
Wie sieht die Granatapfelpflanze aus?
Punica granatum wächst als stark verzweigter Strauch oder kleiner Baum.
Typische Merkmale sind:
- verzweigter strauch- bis baumförmiger Wuchs
- schmale bis längliche glänzende Blätter
- auffällige rote bis orange-rote Blüten
- runde Früchte mit fester Schale
Aus den auffälligen Blüten entwickeln sich die bekannten Granatapfelfrüchte.
Woher stammt der Granatapfel?
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Punica granatum reicht nach heutiger botanischer Einordnung von Nordost-Türkei bis West- und Nordpakistan.
Der Granatapfel wurde weit über dieses Gebiet hinaus verbreitet und wird heute in zahlreichen warmen und gemässigt-warmen Regionen kultiviert. Besonders eng wird er auch mit dem Mittelmeerraum verbunden.
Natürliches Verbreitungsgebiet und heutiges Anbaugebiet sind deshalb nicht dasselbe. Mehr über diese Unterscheidung erfahren Sie unter Herkunft pflanzlicher Zutaten.
Wie ist ein Granatapfel aufgebaut?
Der innere Aufbau unterscheidet sich deutlich von vielen anderen bekannten Früchten. Unter der festen Aussenschale liegen zahlreiche Samen, die in mehreren Bereichen angeordnet und durch helle Trennschichten gegliedert sind.
- Aussenschale: feste und lederartige Begrenzung der Frucht
- Trennschichten: helle membranartige Bereiche im Inneren
- Samen: zahlreiche dicht angeordnete Samen
- Sarcotesta: fleischige und saftige äussere Schicht der Samenschale
Der auffällige essbare Bereich besteht somit nicht aus einem zusammenhängenden Fruchtfleisch wie beispielsweise bei vielen anderen Früchten.
Was sind die roten „Kerne“ im Granatapfel?
Die roten oder rosafarbenen Bestandteile im Inneren werden im Alltag meist als Granatapfelkerne bezeichnet.
Botanisch ist wichtig: Der vollständige Samen umfasst mehr als nur den festeren inneren Bereich. Zu ihm gehört auch die fleischige und saftige äussere Samenschale. Diese äussere Schicht wird als Sarcotesta bezeichnet.
Gegessen werden die Samen zusammen mit dieser saftigen Samenschale.
Die roten Granatapfelkerne werden in vielen Texten als „Arillen“ bezeichnet. Neuere botanische Fachliteratur weist jedoch darauf hin, dass der Granatapfel keine echten Arillen besitzt. Der saftige äussere Bereich gehört zur Samenschale und wird als Sarcotesta eingeordnet.
Mehr über Früchte, Samen und andere Pflanzenstrukturen erfahren Sie unter Pflanzenteile.
Wie schmeckt und verwendet man Granatapfel?
Granatapfel besitzt ein fruchtiges, süssliches bis säuerliches Aroma. Geschmack und Säure können sich je nach Sorte und Reifegrad unterscheiden.
Typische kulinarische Anwendungen sind:
- frische Granatapfelkerne
- Salate und Fruchtgerichte
- Desserts
- Granatapfelsaft
- Saucen und Sirupe
- Frucht- und Pflanzenmischungen
Warum sind Granatapfelkerne rot?
Die fleischige äussere Samenschale kann je nach Sorte von fast farblos und hellrosa bis zu kräftigem Rot gefärbt sein.
An diesen Farbtönen sind natürliche Pflanzenfarbstoffe beteiligt. Die genaue Zusammensetzung kann sich zwischen Sorten und Reifestadien unterscheiden.
Mehr über natürliche Farben in Pflanzen erfahren Sie unter Pflanzenfarbstoffe.
Granatapfel in pflanzlichen Mischungen
Granatapfel kann in pflanzlichen Mischungen als Fruchtzutat eingesetzt werden. Damit unterscheidet er sich von Zutaten, bei denen beispielsweise Blätter, Samen, Wurzeln oder Rhizome im Mittelpunkt stehen.
Weitere Grundlagen zu Kombinationen verschiedener pflanzlicher Zutaten finden Sie unter Kräutermischungen.
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Fazit: Granatapfel einfach eingeordnet
Der Granatapfel ist die Frucht der Pflanzenart Punica granatum aus der Familie der Weiderichgewächse. Die Pflanze wächst als Strauch oder kleiner Baum und besitzt ihr natürliches Verbreitungsgebiet von Nordost-Türkei bis West- und Nordpakistan.
Besonders auffällig ist der Fruchtaufbau mit fester Schale und zahlreichen Samen. Die saftige rote bis rosafarbene Aussenschicht gehört botanisch zur Samenschale und wird als Sarcotesta bezeichnet.
Häufige Fragen zum Granatapfel
Was ist ein Granatapfel?
Der Granatapfel ist die Frucht der Pflanzenart Punica granatum aus der Familie der Weiderichgewächse.
Woher stammt der Granatapfel?
Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht nach heutiger botanischer Einordnung von Nordost-Türkei bis West- und Nordpakistan.
Wächst Granatapfel an einem Baum?
Punica granatum kann als Strauch oder kleiner Baum wachsen.
Was sind die roten Granatapfelkerne?
Die sogenannten Granatapfelkerne sind vollständige Samen mit einer fleischigen und saftigen äusseren Samenschale.
Was ist die Sarcotesta beim Granatapfel?
Die Sarcotesta ist die fleischige äussere Schicht der Samenschale. Sie bildet den saftigen roten bis rosafarbenen Bereich des Samens.
Hat der Granatapfel Arillen?
Die roten Bestandteile werden häufig als Arillen bezeichnet. Neuere botanische Fachliteratur ordnet diese Bezeichnung beim Granatapfel jedoch als unzutreffend ein. Der saftige Bereich gehört zur Samenschale.
Welcher Teil des Granatapfels wird gegessen?
Gegessen werden die Samen zusammen mit ihrer fleischigen und saftigen äusseren Samenschale.
Wie schmeckt Granatapfel?
Granatapfel schmeckt fruchtig und je nach Sorte und Reifegrad süsslich bis säuerlich.