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Reishi – Pilz, Lingzhi, Ganoderma und Herkunft einfach erklärt

Reishi ist ein gebräuchlicher Name für bestimmte holzbewohnende Pilze aus der Gattung Ganoderma. Bekannt sind vor allem feste Fruchtkörper mit braunen bis rötlichen Farbtönen und einer häufig glänzenden, beinahe lackartig wirkenden Oberfläche.

Reishi wird häufig mit dem wissenschaftlichen Namen Ganoderma lucidum verbunden. Diese Gleichsetzung ist jedoch nicht immer korrekt. Besonders beim ostasiatischen Lingzhi ist die wissenschaftliche Namensgeschichte komplex. Dabei spielen heute insbesondere die Namen Ganoderma sichuanense und Ganoderma lingzhi eine wichtige Rolle.

Auf dieser Seite erfahren Sie, was Reishi und Lingzhi bedeuten, was die Gattung Ganoderma ist, warum Reishi nicht automatisch Ganoderma lucidum bedeutet und wie Fruchtkörper, Myzel, Porenschicht und Wachstum am Holz eingeordnet werden können.

Weitere Pilzprofile finden Sie im Bereich Pilze.

Kurze Antwort:
Reishi ist keine Pflanze, sondern ein Pilz. Der Name wird für bestimmte Pilze aus der Gattung Ganoderma verwendet und ist keine eindeutige wissenschaftliche Artbezeichnung. Reishi wird häufig mit Ganoderma lucidum gleichgesetzt, doch besonders ostasiatischer Lingzhi gehört taxonomisch nicht automatisch zu dieser Art. Bei seiner wissenschaftlichen Benennung spielen heute vor allem Ganoderma sichuanense und Ganoderma lingzhi eine Rolle.

Reishi im Überblick

Gebräuchlicher Name Reishi
Chinesische Bezeichnung Lingzhi
Biologische Gruppe Pilze (Fungi)
Gattung Ganoderma
Ordnung Polyporales
Häufig genannter Artname Ganoderma lucidum – jedoch nicht für jeden als Reishi oder Lingzhi bezeichneten Pilz passend
Weitere wichtige Artnamen Ganoderma sichuanense und Ganoderma lingzhi
Lebensweise holzbewohnend
Sichtbare Struktur Fruchtkörper
Weitere wichtige Struktur Myzel aus zahlreichen Pilzfäden
Typische Merkmale bekannter Formen fest bis hart, braun bis rötlich-braun, teilweise deutlich glänzend oder lackartig
Unterseite Porenschicht anstelle typischer Lamellen
Wichtiger Hinweis Reishi ist ein gebräuchlicher Name und keine eindeutige wissenschaftliche Artbezeichnung

Was ist Reishi?

Reishi ist ein gebräuchlicher Name und kein wissenschaftlicher Artname. Er wird vor allem für bestimmte Pilze aus der Gattung Ganoderma verwendet.

Die Gattung umfasst verschiedene holzbewohnende Pilzarten, von denen mehrere feste und teilweise auffällig glänzende Fruchtkörper bilden.

Für eine genaue Einordnung müssen drei Ebenen unterschieden werden:

  • Reishi: gebräuchliche beziehungsweise kulturelle Bezeichnung
  • Ganoderma: wissenschaftliche Gattung
  • Ganoderma lucidum, Ganoderma sichuanense usw.: wissenschaftliche Artnamen

Der Name Reishi allein reicht deshalb nicht aus, um einen konkreten Pilz eindeutig einer bestimmten Ganoderma-Art zuzuordnen.

Reishi und Lingzhi – was ist der Unterschied?

Reishi ist besonders als japanische Bezeichnung bekannt, Lingzhi als chinesische Bezeichnung.

Beide Begriffe besitzen einen starken kulturellen Bezug zu Ostasien und werden heute auch international für entsprechende Ganoderma-Pilze und daraus hergestellte Produkte verwendet.

Botanisch beziehungsweise mykologisch sind Reishi und Lingzhi jedoch keine formalen Artnamen.

Einfach eingeordnet:
Reishi und Lingzhi sind gebräuchliche Namen. Ganoderma ist eine wissenschaftliche Gattung. Erst ein vollständiger Artname wie Ganoderma lucidum oder Ganoderma sichuanense bezeichnet eine konkrete wissenschaftlich eingeordnete Art.

Ist Reishi immer Ganoderma lucidum?

Nein. Reishi wird im Handel und in älterer Literatur sehr häufig mit Ganoderma lucidum gleichgesetzt. Wissenschaftlich ist diese Zuordnung jedoch nicht für jedes als Reishi oder Lingzhi bezeichnete Material korrekt.

Ganoderma lucidum im engeren wissenschaftlichen Sinn ist eine eigenständige Art, die ursprünglich anhand europäischen Materials beschrieben wurde.

Molekulare Untersuchungen haben gezeigt, dass viele ostasiatische Pilze, die früher ebenfalls als Ganoderma lucidum bezeichnet wurden, davon taxonomisch unterschieden werden können.

Bei einem Produkt mit der blossen Bezeichnung „Reishi“ sollte deshalb nicht automatisch angenommen werden, dass tatsächlich Ganoderma lucidum im heutigen engeren wissenschaftlichen Sinn gemeint ist.

Was ist Ganoderma lucidum?

Ganoderma lucidum ist eine eigenständige Art innerhalb der Gattung Ganoderma.

Der Name wurde ursprünglich auf Grundlage europäischen Pilzmaterials beschrieben. Später wurde er über lange Zeit sehr weit verwendet und auch auf ähnlich aussehende Ganoderma-Pilze aus anderen Regionen übertragen.

Moderne molekulare Untersuchungen haben gezeigt, dass sich europäisches Ganoderma lucidum im engeren Sinn von verschiedenen ostasiatischen Linien unterscheidet.

Damit ist Ganoderma lucidum ein gutes Beispiel dafür, wie ein wissenschaftlicher Pflanzen- oder Pilzname im Laufe der Forschung enger und präziser gefasst werden kann.

Ganoderma sichuanense und Ganoderma lingzhi – warum gibt es zwei Namen?

Die wissenschaftliche Benennung des bekannten kultivierten chinesischen Lingzhi wurde über längere Zeit intensiv untersucht und diskutiert.

Dabei stehen insbesondere zwei Namen im Mittelpunkt:

  • Ganoderma sichuanense
  • Ganoderma lingzhi

Neuere Untersuchungen von Typusmaterial kommen zu dem Ergebnis, dass der weit verbreitete kultivierte chinesische Lingzhi unter Ganoderma sichuanense einzuordnen ist und Ganoderma lingzhi als späteres Synonym behandelt werden sollte.

Auch Index Fungorum führt Ganoderma lingzhi derzeit mit Ganoderma sichuanense als aktuellem Namen.

Die nomenklatorische Diskussion ist damit jedoch nicht vollständig abgeschlossen. Eine aktuelle Fachübersicht weist darauf hin, dass die langfristig stabilste wissenschaftliche Bezeichnung für Lingzhi weiterhin diskutiert wird. Deshalb begegnet man in neuerer wissenschaftlicher Literatur weiterhin beiden Namen.

Aktuelle Einordnung:
  • Ganoderma lucidum: eigenständige Art; der Name wurde früher häufig auch auf ostasiatische Reishi- beziehungsweise Lingzhi-Pilze übertragen
  • Ganoderma sichuanense: derzeit wichtiger und von Index Fungorum als aktueller Name geführter Name für den bekannten kultivierten chinesischen Lingzhi
  • Ganoderma lingzhi: in zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen verwendeter Name; derzeit von Index Fungorum als Synonym von Ganoderma sichuanense behandelt

Woher kommt Reishi?

Bei der Frage nach der Herkunft muss zwischen dem Namen Reishi und einer konkreten Ganoderma-Art unterschieden werden.

Die Bezeichnung Reishi besitzt einen besonders starken kulturellen Bezug zu Japan, während Lingzhi eng mit China verbunden ist.

Die Gattung Ganoderma umfasst jedoch zahlreiche Arten mit unterschiedlichen geografischen Verbreitungsgebieten. Sie ist nicht auf Japan, China oder Ostasien beschränkt.

Da Reishi keine eindeutige wissenschaftliche Artbezeichnung ist, lässt sich für „Reishi“ insgesamt kein einziges natürliches Ursprungsgebiet angeben.

Für eine genaue Herkunftsangabe müsste zunächst geklärt werden, welche Ganoderma-Art tatsächlich gemeint ist.

Was bedeutet Lackporling?

Viele bekannte Reishi-Pilze gehören zu den sogenannten Lackporlingen.

Der deutsche Name beschreibt zwei besonders auffällige Eigenschaften:

  • Lack: Die Oberseite vieler bekannter Formen ist glänzend und kann wie lackiert oder poliert wirken.
  • Porling: Auf der Unterseite befindet sich eine Schicht aus zahlreichen kleinen Poren anstelle der Lamellen, die man beispielsweise von Champignons kennt.

Durch diese Poren werden die mikroskopisch kleinen Sporen freigesetzt.

Nicht jede Ganoderma-Art sieht jedoch exakt gleich aus. Auch Glanz, Farbe, Form, Stielbildung und andere Merkmale unterscheiden sich zwischen Arten und Entwicklungsstadien.

Wie sieht Reishi aus?

Das genaue Erscheinungsbild hängt davon ab, welche Ganoderma-Art betrachtet wird, wie alt der Fruchtkörper ist und unter welchen Bedingungen er wächst.

Bei bekannten Reishi- beziehungsweise Lingzhi-Formen können folgende Merkmale auftreten:

  • fächerförmige bis nierenförmige Fruchtkörper
  • braune, rotbraune bis dunkelbraune Farbtöne
  • glänzende bis lackartig wirkende Oberseite
  • teilweise hellere Wachstumszonen am Rand
  • Porenschicht auf der Unterseite
  • feste, korkige bis harte Struktur
  • je nach Art gestielte oder ungestielte Fruchtkörper

Die äussere Erscheinung allein reicht jedoch nicht immer aus, um eine Ganoderma-Art zuverlässig zu bestimmen.

Kann man die Reishi-Art am Aussehen bestimmen?

Nicht immer zuverlässig. Form, Farbe und Glanz des Fruchtkörpers liefern wichtige Hinweise, können aber zwischen verwandten Ganoderma-Arten ähnlich sein.

Für eine wissenschaftlich sichere Artbestimmung können neben makroskopischen Merkmalen beispielsweise berücksichtigt werden:

  • Form und Aufbau des Fruchtkörpers
  • Vorhandensein oder Fehlen eines Stiels
  • Farbe und Struktur des inneren Gewebes
  • Poren und mikroskopische Merkmale
  • Form und Grösse der Sporen
  • Wirtsbaum beziehungsweise Substrat
  • geografische Herkunft
  • molekulargenetische Untersuchungen

Gerade innerhalb des sogenannten Ganoderma-lucidum-Komplexes hat die molekulare Forschung gezeigt, dass ähnlich aussehende Fruchtkörper zu unterschiedlichen Arten gehören können.

Wo und wie wächst Reishi?

Ganoderma-Pilze sind eng mit Holz verbunden.

Je nach Art können Fruchtkörper unter anderem auftreten an:

  • lebenden Bäumen
  • geschwächten Gehölzen
  • abgestorbenen Baumstämmen
  • Baumstümpfen
  • Wurzeln und Bereichen an der Stammbasis
  • anderem abgestorbenem Holz

Viele Ganoderma-Arten gehören zu den holzabbauenden Pilzen. Ihr Pilzgeflecht wächst im Holz und nutzt Bestandteile des Holzes als Substrat.

Der aussen sichtbare Fruchtkörper ist deshalb nur ein Teil des gesamten Pilzorganismus.

Ist Reishi eine Pflanze oder ein Pilz?

Reishi ist ein Pilz und keine Pflanze.

Pilze bilden eine eigene biologische Gruppe und unterscheiden sich grundlegend von Pflanzen. Sie besitzen beispielsweise keine Blätter, Wurzeln oder Blüten und betreiben keine Photosynthese wie grüne Pflanzen.

Reishi sollte deshalb biologisch weder als Kraut noch als pflanzlicher Rohstoff bezeichnet werden.

Innerhalb der MaiThai Themenstruktur gehört Reishi in den Bereich Pilze.

Was sind Fruchtkörper und Myzel?

Der auffällige feste Teil, der am Holz sichtbar wird, ist der Fruchtkörper. Er dient unter anderem der Bildung und Verbreitung von Sporen.

Der eigentliche Pilz besteht jedoch zu einem grossen Teil aus feinen Pilzfäden, sogenannten Hyphen. Viele miteinander verbundene Hyphen bilden das Myzel.

  • Fruchtkörper: sichtbare Fortpflanzungsstruktur des Pilzes
  • Hyphen: einzelne mikroskopisch feine Pilzfäden
  • Myzel: Geflecht aus vielen Hyphen im beziehungsweise am Substrat

Bei holzbewohnenden Ganoderma-Arten befindet sich ein wesentlicher Teil dieses Myzels im besiedelten Holz.

Wie unterscheidet sich Reishi von klassischen Speisepilzen?

Bekannte Reishi-Fruchtkörper unterscheiden sich vor allem durch ihre feste bis harte Struktur von vielen typischen Küchenpilzen.

Reishi Viele klassische Speisepilze
Struktur häufig fest, korkig bis hart meist weich bis fleischig
Oberfläche bei bekannten Formen häufig glänzend bis lackartig meist ohne vergleichbaren Lackglanz
Unterseite Porenschicht je nach Pilzart beispielsweise Lamellen, Röhren oder andere Strukturen
Typische Verarbeitung häufig getrocknet, gemahlen oder weiterverarbeitet häufig frisch als Lebensmittel zubereitet

Aufgrund seiner festen bis harten Konsistenz wird Reishi normalerweise nicht wie ein weicher Küchenpilz zubereitet.

Welche Formen von Reishi gibt es als Rohstoff?

Reishi kann je nach Produkt und Verarbeitung in unterschiedlichen Rohstoffformen vorkommen.

Beispiele sind:

  • ganze getrocknete Fruchtkörper
  • geschnittene Fruchtkörper
  • gemahlenes Pilzmaterial
  • Myzelmaterial
  • weiterverarbeitete Pilzrohstoffe
  • Bestandteile von Pilzmischungen

Fruchtkörper und Myzel sind dabei nicht dasselbe. Bei einem konkreten Produkt sollte deshalb möglichst genau angegeben werden, welche Ganoderma-Art, welcher Pilzteil und welche Rohstoffform verwendet wurden.

Reishi in Mischungen mit Pflanzen und Pilzen

Reishi kann Bestandteil von Mischungen sein, in denen verschiedene natürliche Rohstoffe miteinander kombiniert werden.

Dabei ist biologisch eine klare Trennung sinnvoll:

  • Kräuter sind pflanzliche Zutaten.
  • Früchte und Samen sind Strukturen von Pflanzen.
  • Pilze bilden eine eigene biologische Gruppe.

Reishi ist in einer solchen Mischung deshalb ein Pilzrohstoff und keine pflanzliche Zutat.

Allgemeine Informationen zur Einordnung verschiedener Zutaten finden Sie auf der Seite Kräutermischungen.

Weitere Pilze und Hintergrundthemen

Allgemeine Hintergründe zur sachlichen Einordnung von Zutaten finden Sie im Bereich Pflanzenwissen.

Fazit: Reishi richtig einordnen

Reishi ist ein gebräuchlicher Name für bestimmte holzbewohnende Pilze aus der Gattung Ganoderma. Bekannte Formen bilden feste Fruchtkörper mit häufig braunen bis rötlichen Farbtönen und einer teilweise auffällig glänzenden Oberfläche.

Für die wissenschaftliche Einordnung ist besonders wichtig: Reishi ist nicht automatisch Ganoderma lucidum. Dieser Name wurde in der Vergangenheit auch auf ostasiatisches Material übertragen, das heute taxonomisch davon unterschieden wird.

Beim bekannten kultivierten chinesischen Lingzhi spielen insbesondere die Namen Ganoderma sichuanense und Ganoderma lingzhi eine Rolle. Index Fungorum führt derzeit G. sichuanense als aktuellen Namen, während die nomenklatorische Diskussion in der Fachliteratur noch nicht vollständig abgeschlossen ist.

Reishi zeigt damit besonders gut, warum bei Pilzen zwischen gebräuchlichem Namen, wissenschaftlicher Gattung, konkreter Art und Rohstoffform unterschieden werden sollte.

Häufige Fragen zu Reishi

Was ist Reishi?

Reishi ist ein gebräuchlicher Name für bestimmte holzbewohnende Pilze aus der Gattung Ganoderma. Der Begriff bezeichnet nicht automatisch eine einzige wissenschaftliche Art.

Ist Reishi eine Pflanze?

Nein. Reishi ist ein Pilz. Pilze bilden eine eigene biologische Gruppe und gehören nicht zum Pflanzenreich.

Ist Reishi immer Ganoderma lucidum?

Nein. Reishi wird häufig mit Ganoderma lucidum verbunden, aber der gebräuchliche Name kann nicht automatisch einer einzigen Ganoderma-Art gleichgesetzt werden.

Was ist Ganoderma lucidum?

Ganoderma lucidum ist eine eigenständige Art der Gattung Ganoderma, die ursprünglich anhand europäischen Materials beschrieben wurde. Der Name wurde früher auch auf verschiedene ähnlich aussehende ostasiatische Pilze übertragen.

Was ist Ganoderma sichuanense?

Ganoderma sichuanense ist ein wissenschaftlicher Artname, der heute eine wichtige Rolle bei der taxonomischen Einordnung des bekannten kultivierten chinesischen Lingzhi spielt. Index Fungorum führt ihn derzeit als aktuellen Namen.

Was ist Ganoderma lingzhi?

Ganoderma lingzhi ist ein in zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen verwendeter Name für ostasiatischen Lingzhi. Index Fungorum behandelt ihn derzeit als Synonym von Ganoderma sichuanense. Die nomenklatorische Diskussion ist in der Fachliteratur jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen.

Was ist der Unterschied zwischen Reishi und Lingzhi?

Reishi ist besonders als japanische und Lingzhi als chinesische Bezeichnung bekannt. Beide Begriffe sind gebräuchliche beziehungsweise kulturelle Namen und keine eindeutigen wissenschaftlichen Artnamen.

Woher kommt Reishi?

Reishi ist besonders mit Japan und Lingzhi mit China verbunden. Da Reishi jedoch kein eindeutiger wissenschaftlicher Artname ist und verschiedene Ganoderma-Arten unterschiedliche Verbreitungsgebiete besitzen, lässt sich kein einziges natürliches Ursprungsgebiet für alle als Reishi bezeichneten Pilze angeben.

Was bedeutet Lackporling?

Der Begriff verweist auf die bei bekannten Formen häufig glänzende, lackartig wirkende Oberseite und die zahlreichen kleinen Poren an der Unterseite des Fruchtkörpers.

Hat Reishi Lamellen?

Bekannte Ganoderma-Arten besitzen auf der Unterseite des Fruchtkörpers eine Porenschicht und keine typischen Lamellen wie beispielsweise Champignons.

Wie sieht Reishi aus?

Bekannte Formen besitzen häufig feste, fächer- bis nierenförmige Fruchtkörper mit braunen bis rötlich-braunen Farbtönen und teilweise lackartigem Glanz. Das Erscheinungsbild kann sich jedoch zwischen verschiedenen Arten unterscheiden.

Kann man Reishi allein am Aussehen bestimmen?

Nicht immer zuverlässig. Für eine genaue Artbestimmung können neben Form und Farbe auch mikroskopische Merkmale, Sporen, Substrat, geografische Herkunft und molekulargenetische Untersuchungen wichtig sein.

Was ist das Myzel?

Das Myzel ist das Geflecht aus zahlreichen feinen Pilzfäden, den sogenannten Hyphen. Bei holzbewohnenden Ganoderma-Arten wächst ein wesentlicher Teil des Myzels im besiedelten Holz.

Was ist der Unterschied zwischen Fruchtkörper und Myzel?

Der Fruchtkörper ist die sichtbare Fortpflanzungsstruktur des Pilzes. Das Myzel ist dagegen das Geflecht aus Pilzfäden, das im beziehungsweise am Substrat wächst.

Ist Reishi ein klassischer Speisepilz?

Reishi wird aufgrund seiner häufig festen bis harten Struktur normalerweise nicht wie ein klassischer weicher Küchenpilz zubereitet. Je nach Produkt wird das Pilzmaterial beispielsweise getrocknet, gemahlen oder anderweitig verarbeitet.